Funktionsprinzip
Plasma ist ein energetisch angeregter Gaszustand. Wird ein Prozessgas elektrisch angeregt, entstehen reaktive Teilchen, die mit der Bauteiloberfläche reagieren — ohne jeglichen Einsatz von Chemikalien. Als Schlüsseltechnologie zur Feinstreinigung, Oberflächenaktivierung und Plasmabeschichtung deckt das Verfahren drei Aufgaben ab, die in der Fertigung oft unmittelbar vor dem Kleben, Lackieren oder Bedrucken anstehen: Es entfernt feinste organische Verschmutzungen, erhöht die Oberflächenenergie für eine bessere Benetzbarkeit und kann funktionale Schichten abscheiden.
TeSe arbeitet mit zwei Varianten. Atmosphärendruck-Plasma (Openair) wirkt unter Umgebungsdruck: Die Düsen lassen sich robotergesteuert führen und kosteneffizient direkt in die Fertigungslinie integrieren. Vakuum-Plasma behandelt Bauteile chargenweise in einer Prozesskammer und erreicht dabei auch komplexe Geometrien. Technologiepartner für beide Varianten ist Ferrarini & Benelli.
Corona-Vorbehandlung für grosse, flache Substrate
Für grosse, flache Substrate — insbesondere Kunststofffolien und Bahnenware — ist die Corona-Vorbehandlung oft die wirtschaftlichste Lösung. Bei der Corona-Entladung wird die Oberfläche mit definierter Leistung über eine definierte Zeit aktiviert: Die Oberflächenenergie (gemessen in Dyne/cm) steigt, sodass Druckfarben, Klebstoffe und Beschichtungen zuverlässig haften. Das ist besonders wichtig bei Polyethylen- und Polypropylenfolien, deren Oberflächenspannung von Natur aus niedrig ist. Technologiepartner Ferrarini & Benelli ist auf Corona-Systeme spezialisiert («Corona and Plasma») — vom Laborgerät bis zur Anlage für breite Bahnen.
Vorteile
- Feinstreinigung, Oberflächenaktivierung und Plasmabeschichtung mit einer Technologie
- Ohne jeglichen Einsatz von Chemikalien — trockener Prozess ohne nachgelagerte Trocknungsschritte
- Atmosphärische Variante (Openair): robotergesteuert und inline in die Fertigungslinie integrierbar
- Vakuum-Variante: Chargenbehandlung, geeignet auch für komplexe Bauteilgeometrien
- Corona-Variante: wirtschaftliche Aktivierung grosser, flacher Substrate wie Folien und Bahnenware
- Bessere Benetzbarkeit und Haftung als Vorbereitung für Kleben, Lackieren und Bedrucken
- Technologieneutrale Auswahl der passenden Variante durch TeSe
Typische Anwendungen
- Vorbehandlung von Kunststoff- und Metalloberflächen vor dem Kleben, Lackieren oder Bedrucken
- Inline-Vorbehandlung in automatisierten Fertigungslinien, etwa in der Kunststoffverarbeitung und im Automotive-Umfeld
- Feinstreinigung und Aktivierung empfindlicher Bauteile, beispielsweise in der Medizintechnik
- Chargenweise Behandlung komplexer Bauteile im Vakuum-Plasma
- Corona-Aktivierung von Kunststofffolien und Bahnenware vor dem Bedrucken, Kaschieren oder Beschichten
Verfahren bei TeSe testen
Ob die Plasma- oder Corona-Vorbehandlung zu Ihrem Bauteil und Ihrer Verschmutzung passt, klären wir mit Versuchen in Nürensdorf: 1–2 Stunden Tests gratis. Vertiefte Machbarkeitsstudien: CHF 1’200 pro Tag, bei Maschinenkauf zu 50 % anrechenbar.
Unterlagen & Videos zu diesem Verfahren
Datenblätter & Broschüren
- Ferrarini & Benelli · BroschüreEN
Videos
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